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Vorstellung

Kurze Geschichte

Im Jahr 1790 machte ein Mathes Kemmerer aus Niederndorf, der bei seinem Sohn in Trosdorf wohnte, eine Stiftung von 2000 Gulden zur Erbauung einer Kirche. Man bemühte sich allerdings erst im Jahr 1822 um den Kapellenbau, der Bischberger Pfarrer Georg Schmitt erhob aber Einspruch. Von 1847 an ließ sich die Gemeinde Baupläne und Kostenvoranschläge fertigen, die aber von der Regierung alle abgelehnt wurden. Ein Gegenvorschlag der Regierung fand bei den Trosdorfern keinen Anklang. Schließlich wurde durch die Vermittlung des Regierungsrates und Bezirksamtmannes Schmittbüttner aus Bamberg und nach Zustimmung des Bischberger Pfarrers Philipp Grohe die Genehmigung zum Kapellenbau erteilt.

Nachdem am 20. August 1863 der Grundstein gelegt worden war, gingen die Arbeiten mit so vielen freiwilligen Helfern so zügig voran, dass am 24. Oktober der Dachstuhl aufgerichtet und die Kapelle mit Ihrem Türmchen vor Wintereintritt noch unter Dach gebracht werden konnte.

Im Frühjahr 1864 gingen die Arbeiten weiter, so dass die Kirche am Pfingstmontag 1864 mit einem Notaltar versehen bei der Flurprozession benutzt werden konnte.

Einrichtung

Der große Altar wurde vom Bamberger Schreinermeister Bayer gefertigt, das Altarbild (Maria, Ölgemälde) stiftete der Nürnberger Stadtkaplan Anton Held, Sohn des Vorstehers Josef Held von Bischberg. Die Kanzel und die Empore ließ der Bischberger Maurermeister Haupt fertigen, die Betstühle und der Beichtstuhl lieferte der Gaustadter Zimmermeister Ferdinand Bohrer.

Nach und nach kam die fehlende Ausstattung wie Monstranz, Kelch und Ciborium, die von Trosdorfer Familien gestiftet wurden. Die Orgel wurde von dem bekannten Nürnberger Orgelbauer August Bittner erbaut und ist bis heute in Betrieb.

Im Laufe des Jahres 1864 wurden die Rathausuhr und die 1734 gegossene Glocke vom Rathausturm auf den Kirchturm versetzt. Von der Bamberger Glockengießerei Lotter wurde eine weitere Glocke gegossen und im Turm montiert. Sie verrichtet noch heute – mit einer weiteren, 1976 gestifteten Glocke – Ihren Dienst. Die aus dem Jahr 1734 stammende Glocke hängt zwar noch im Turm, kann aber nicht mehr geläutet werden. Die Kreuzwegstationen wurden am 9. März 1865 feierlich geweiht. Nachdem sie jahrzehntelang am Dachboden der Kirche eingelagert waren, wurden sie renoviert und hängen seit April 1989 wieder in der Kirche.

Weihe der Kirche

Die Weihe der Kirche erfolgte schließlich am 9. Oktober 1864. Als Kirchenpatronin wurde die
Heilige Mutter Gottes Maria gewählt. Das erste Patronatsfest wurde am 15. August 1865 gefeiert.